Erzähl mir mehr! So funktioniert Storytelling mit Happy End

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Erzähl mir mehr! So funktioniert Storytelling mit Happy End

Erzähl mir mehr! 
So funktioniert Storytelling mit Happy End 

Schon als Kind liebten wir sie: Geschichten. Egal ob Märchen, Abenteuer oder Fantasy – eine gute oder spannende Story ist keine Frage des Alters. Mit gutem Storytelling lassen sich Informationen, Angebote oder Marken wesentlich charmanter darstellen. Doch wie funktioniert der Trend „Storytelling“ überhaupt und wie erzähle ich eine gute Geschichte?

Es war einmal…

Geschichten inspirieren, beeinflussen und sie verbinden. Sie wecken Emotionen und lassen uns träumen oder glauben. Aus Geschichten lernt man. Sie sind ein Mittel der Kommunikation und der Beziehungsebene.

Sich durch aufwendige Produktbilder klicken oder lobende Rezensionen wälzen – davon lässt sich der moderne Kunde nur bedingt beeindrucken. Wesentlich anreizender klingt doch da das Prinzip des Storytellings. Geschichten hören bzw. lesen oder ansehen ist aber nicht nur verlockender für den Konsumenten. Auch Sie haben dadurch einen Vorteil: Denn gute Geschichten werden gerne weitererzählt.

Content Storytelling - 92% der Kunden wollen Marken mit Geschichten
Quelle: onespot.com

Gute Story, guter Content, gutes Marketing

Das Instrument Storytelling ist starker Bestandteil des Content Marketings. Und was ist das erste Gebot im Content Marketing? Richtig, der Umwelt (Yama) einen Mehrwert bieten. Damit verbessern wir nicht nur unser Karma, wir verbessern auch die Wirkung unseres Business und die Beziehung zum potenziellen Kunden.

Denn man kommuniziert nicht einfach nur mit Menschen, man kommuniziert vor allem mit ihren Gefühlen. Stichwort: Beziehungsebene. Nichts hat mehr Macht als eine persönliche Beziehung, als die Emotion eines Menschen anzusprechen. Und das, mit sogar mehr Wirkung als „Zahlen, Daten, Fakten“.

„To hell with facts! We need stories!“
Ken Kesey

Und genau das ist es, worum es beim Storytelling geht: Den Menschen und seine Emotionen. Darum, ihn zu begeistern, ihn abzuholen, zu binden und eine Beziehung aufzubauen. Das ist der elementare Mittelpunkt beim Storytelling. Denn liebt der Kunde Ihre Geschichte, wird er gewiss auch Ihr Angebot dazu lieben – völlig unabhängig, ob es um ein Produkt, eine Marke oder eine Dienstleistung geht. 

The Golden Circle – „Start with WHY“

Um Ihr Angebot mit einer wirkungsvollen Story zu verbinden, beginnen wir mit dem Aufbau. Hierfür bedienen wir uns dem Golden Circle nach Simon Sinek.

Der Golden Circle beinhaltet 3 Fragen: 



WHAT
Was tun Sie? Was bieten Sie an?

HOW
Wie tun Sie das? Wie heben Sie sich ab (USPs)?

WHY
Warum tun Sie das?


Und wie fängt man nun an? Ganz einfach, mit dem WARUM. Die Frage nach dem WAS und WIE ist meist schnell beantwortet. Der Kern, das Hauptargument und letztlich auch die Magie der Geschichte, entspringen aber dem WARUM.

Warum sollte sich jemand für Ihr Angebot interessieren? Was macht es einzigartig oder besser, welche Existenzberechtigung besitzt es, wie hilft es dem Konsumenten?

People don't buy WHAT you do; they buy WHY you do it.“
Simon Sinek

Hierbei starten die meisten Unternehmen oder Marken jedoch mit dem WAS, führen das WIE aus und scheitern schließlich am WARUM. Das klingt dann ungefähr so: Wir produzieren Computer. Unsere Produkte überzeugen durch intuitive Benutzerführung und überragendes Design.
Und, wie überzeugt sind Sie? Klingt irgendwie abgegriffen, nicht wahr? Behauptet das nicht jeder Computer-Hersteller von sich?

Ein Musterbeispiel – und gleichzeitig auch Vorzeigeknabe für Simon Sinek – in puncto erfolgreiches Storytelling ist Apple. Denn Steve Jobs hat es seinerzeit verstanden. Er startet mit dem WARUM: Wir stellen den Status Quo in Frage und denken anders.
Das zeigt schon wesentlich mehr Wirkung. Mit diesem Statement regt Steve Jobs die Fantasie an, er beginnt eine Geschichte zu erzählen, er betreibt Storytelling.

„The most powerful person in the world is the story teller. The story teller sets the vision, values and agenda of an entire generation that is to come.“
Steve Jobs

Unterm Strich bedeutet start with why: Erzählen Sie Ihre Geschichte. Und bedenken Sie dabei: Fakten oder Daten bleiben weniger in Erinnerung als eine überzeugende Story und die damit einhergehenden Emotionen. Es geht nicht darum der Welt zu sagen, dass Sie der Beste sind. Sagen Sie der Welt WARUM. Das ist authentisch! 

Die Elemente

3 elementare Bestandteile des Storytellings sind:

·        Menschen

·        Konflikte

·        Auflösung

Menschen

Jede gute Geschichte braucht einen Helden – Ihren Konsumenten. Aber warum ist es so wichtig den Konsumenten zum Mittelpunkt zu machen? Nicht etwa wegen des Egos. Beispiel: Denken Sie an einen Beitrag, der Ihnen speziell im Gedächtnis geblieben ist. Und nun überlegen Sie warum.

Und? Der Grund ist, Sie sind involviert, richtig?! Sie konnten sich auf irgendeine Art und Weise mit der „Geschichte“ identifizieren. Entweder wurde ein Problem gelöst, eine Frage beantwortet, ein Bedürfnis gestillt oder die Story hat schlicht ein gutes Gefühl hinterlassen.

An dieser Stelle ist es natürlich förderlich seine Zielgruppe zu kennen. Idealerweise haben Sie bereits Buyer Personas entwickelt. Wie soll die Geschichte wirken, wenn Sie gar nicht wissen wem Sie sie erzählen wollen? 

Konflikte

Hier geht es keineswegs darum, der Geschichte unnötige Dramatik zu verpassen. Authentizität ist das A und O. Doch ohne die böse Stiefmutter wäre Schneewittchen nie zu Ihrer Berühmtheit gelangt. Konflikte sind normal, beleben jede Geschichte und sind schlussendlich auch das, was Sie lösen wollen.

Hierzu ist es jedoch notwendig, nicht nur zu wissen, wer Ihre Persona ist, sondern auch, in welcher Phase der Buyer’s Journey sich Ihr Held gerade befindet. 

Auflösung

Wo es Konflikte gibt, sollte es praktischerweise auch Lösungen geben. Doch nicht jede Story braucht dabei auch zwingend ein Happy End. Viel wichtiger ist, dass Sie einen Kontext schaffen und Emotionen wecken. Eine Auflösung wäre beispielsweise ein gezieltes Angebot oder schlicht und ergreifend ein CTA zum nächsten Beitrag.

Fazit…
Ein gutes Storytelling bringt Sie und Ihren Konsumenten auf die Beziehungsebene. Ganz gleich, welche Emotion Sie wecken, hier ist die Verbindung. Halten Sie sich kurz, seien Sie authentisch und machen Sie Ihren Konsumenten zum Mittelpunkt der Story. Und vergessen Sie die Auflösung nicht.  Und wenn Sie schon dabei sind – mit dem Golden Circle, lässt sich übrigens auch ganz wunderbar ein Mission-Statement kreieren!